Kurz gesagt
Der Yuan ist nicht frei konvertierbar: Pro Reise darfst du höchstens 20.000 Yuan ein- oder ausführen, bei Fremdwährung sind ab 5.000 US-Dollar Genehmigungen nötig. Bezahlt wird in China fast vollständig digital – Alipay und WeChat Pay sind seit 2023 für deutsche Visa- und Mastercard-Karten geöffnet, mit inzwischen deutlich höheren Limits. Und seit Februar 2026 gilt eine verschärfte Regel gegen die Ablehnung von Bargeld.
Aktueller Referenzkurs
1 Euro = 7,6755 CNY
1 CNY = 0,1303 Euro
EZB-Referenzkurs, Stand 18. September 2026. Am Schalter gilt der höhere Sortenkurs.
Scheine und Münzen
Im Umlauf ist die fünfte Serie mit 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Yuan. Die aktuellen Ausgaben stammen von 2019 (1, 10, 20, 50 Yuan), 2020 (5 Yuan) und 2015 (100 Yuan); ältere Ausgaben derselben Serie bleiben gültig. Die vierte Serie wurde ab 2018 weitgehend eingezogen.
Münzen gibt es zu 1 Jiao, 5 Jiao und 1 Yuan. Fen-Münzen spielen praktisch keine Rolle mehr.
CNY und CNH – dieselbe Währung, zwei Märkte
Wer sich mit dem Yuan beschäftigt, stolpert über zwei Kürzel. Es ist dieselbe Währung, aber es gibt zwei getrennte Märkte:
- CNY ist der Festlandmarkt. Die Zentralbank setzt täglich einen Mittelkurs fest und lässt nur eine begrenzte Schwankung zu; es gelten Kapitalverkehrskontrollen.
- CNH ist der frei handelbare Offshore-Markt, vor allem in Hongkong. Dort bildet sich der Kurs nach Angebot und Nachfrage.
Beide Kurse können voneinander abweichen. Praktische Folge: Was du in Frankfurt als „Yuan“ bekommst, ist faktisch CNH.
Ein- und Ausfuhr – hier wird es streng
China ist eines der wenigen Reiseländer mit echten Mengengrenzen statt bloßer Meldepflichten:
- Yuan-Bargeld: maximal 20.000 Yuan pro Person und Reise, in beide Richtungen.
- Fremdwährung bis zum Gegenwert von 5.000 US-Dollar frei; zwischen 5.000 und 10.000 Dollar nur mit einer Devisenausfuhr-Genehmigung einer Bank; über 10.000 Dollar grundsätzlich nicht.
- Bei der Einreise sind Beträge über 5.000 US-Dollar Gegenwert schriftlich zu deklarieren.
Hinzu kommt: Privatpersonen haben in China eine jährliche Umtauschquote von 50.000 US-Dollar. Der Yuan ist auf der Leistungsbilanz konvertierbar, auf der Kapitalbilanz reguliert – er ist damit keine frei handelbare Währung im Sinne von Dollar, Euro oder Yen.
Bezahlen als Reisender: Alipay und WeChat Pay
China ist beim Bezahlen weiter digitalisiert als fast jedes andere Land. Jahrelang war das für Besucher ein Problem, weil die beiden dominierenden Apps ausländische Karten nicht akzeptierten. Das hat sich geändert.
Seit Juli 2023 sind Alipay und WeChat Pay für ausländische Visa- und Mastercard-Karten geöffnet (WeChat Pay zusätzlich für Diners und JCB, Alipay für Diners und Discover). 2024 wurden die Limits deutlich angehoben: Einzeltransaktionen von 1.000 auf 5.000 US-Dollar, das Jahresvolumen von 10.000 auf 50.000 Dollar. Alipay stellte die Oberfläche von zwei auf sechzehn Sprachen um.
Ein paar veröffentlichte Praxisdetails zu WeChat Pay: Einzelzahlungen bis 6.000 Yuan, Monatslimit 50.000, Jahreslimit 60.000 Yuan, und eine Gebühr von drei Prozent auf Beträge über 200 Yuan – darunter gebührenfrei. Kleine Beträge sind also günstiger, als man denkt.
Außerdem müssen Hotels ab drei Sternen sowie die als 4A und 5A eingestuften Sehenswürdigkeiten und Resorts in- und ausländische Bankkarten akzeptieren. UnionPay funktioniert an allen Kartenterminals.
Bargeld wird wieder geschützt
Weil Bargeld in China vielerorts schlicht abgelehnt wurde, greift der Staat gegen. Schon 2018 verbot die Zentralbank die Bargeldverweigerung. Seit dem 1. Februar 2026 gilt eine deutlich schärfere Regelung: Kein Betrieb darf Bargeld ablehnen oder für Barzahler schlechtere Bedingungen setzen, Wechselgeld muss vorgehalten werden, und Verstöße lassen sich bei der örtlichen Zentralbankfiliale anzeigen und werden mit Geldbußen geahndet.
Für Reisende ist das ein Sicherheitsnetz, kein Alltagsweg: Wer ohne App und ohne Karte reist, kann bar zahlen, wird es aber mühsam finden.
Zum Umrechnen: Währungsrechner. Weitere Währungen: Währungen von A bis Z.