Kurz gesagt
Die Rupie ist eine beschränkte Währung: Du darfst höchstens 25.000 Rupien ein- oder ausführen. Die 2023 zurückgezogene 2000-Rupien-Note ist weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel, aber seit Oktober 2023 nur noch bei den Zweigstellen der Zentralbank umzutauschen – nicht mehr bei normalen Banken. Und: Indiens Zahlsystem UPI ist seit Juli 2024 für alle ausländischen Besucher geöffnet.
Aktueller Referenzkurs
1 Euro = 109,8755 INR
1 INR = 0,0091 Euro
EZB-Referenzkurs, Stand 18. September 2026. Am Schalter gilt der höhere Sortenkurs.
Scheine und Münzen
Gedruckt und im Umlauf sind 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Rupien. Noten zu 1, 2 und 5 Rupien sind formal noch gesetzliches Zahlungsmittel, werden aber nicht mehr gedruckt.
Münzen gibt es zu 50 Paise sowie 1, 2, 5, 10 und 20 Rupien. Die 50-Paise-Münze ist offiziell gültig, im Alltag aber praktisch verschwunden.
Die 2000-Rupien-Note: gültig, aber kaum noch loszuwerden
Im Mai 2023 kündigte die Reserve Bank of India an, die 2000-Rupien-Note aus dem Verkehr zu ziehen – ausdrücklich als Maßnahme der Bargeldsteuerung, nicht als Demonetisierung wie 2016. Entscheidend für dich:
- Die Note ist weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel, ohne Befristung.
- Der Umtausch bei normalen Banken war nur bis zum 7. Oktober 2023 möglich.
- Seitdem geht es ausschließlich bei den 19 Ausgabestellen der Zentralbank – kostenlos, ohne Enddatum, bis 20.000 Rupien pro Vorgang. Alternativ per Post an eine solche Stelle mit Gutschrift aufs Konto.
Ende April 2026 waren noch Noten im Wert von rund 54,5 Milliarden Rupien draußen; 98,47 Prozent sind zurückgeflossen.
Praktisch heißt das für Reisende: Wenn du noch einen 2000er aus einer früheren Reise hast, wirst du ihn weder bei einer Bank noch in einer Wechselstube los. Geschäfte dürfen ihn annehmen, tun es aber oft nicht. Der einzige Weg ist eine Zweigstelle der Zentralbank – also ein eigener Behördengang.
Ein- und Ausfuhr
- Indische Rupien: höchstens 25.000 Rupien pro Person. Das ist eine echte Obergrenze, keine bloße Meldeschwelle.
- Fremdwährung: Deklarationspflicht ab 5.000 US-Dollar in Banknoten beziehungsweise ab 10.000 Dollar zusammen mit Reiseschecks.
Für Nepal und Bhutan gilt seit Dezember 2025 eine Sonderregel: Noten bis 100 Rupien unbegrenzt, größere Noten bis zu insgesamt 25.000 Rupien, in beide Richtungen.
Auf deutscher Seite gilt zusätzlich die EU-Regel ab 10.000 Euro.
UPI für Touristen
Indien zahlt zu einem großen Teil über UPI, ein Sofortzahlsystem per QR-Code. Lange war das für Besucher unzugänglich. Seit dem 22. Juli 2024 ist das UPI One World Wallet für alle einreisenden Ausländer geöffnet – vorher nur für Staatsangehörige der G20-Länder.
Wie es funktioniert: Es ist ein aufgeladenes Prepaid-Wallet, keine Anbindung deines deutschen Kontos. Voraussetzung ist eine vollständige Identitätsprüfung mit Reisepass und gültigem Visum; ausgegeben wird es von zugelassenen Zahlungsdienstleistern an Flughäfen, in Hotels und bei Wechselstuben. Restguthaben wird bei der Ausreise erstattet.
Bargeld im Alltag
Geldautomaten, die internationale Karten akzeptieren, sind in größeren Städten weit verbreitet, auf dem Land deutlich schwerer zu finden – dort kommt es auch zu Bargeldengpässen an den Automaten. Reiseschecks werden kaum noch angenommen.
Ein Hinweis, den die Reisehinweise ausdrücklich geben: In Indien ist Falschgeld im Umlauf. Beim Umgang mit Bargeld lohnt Aufmerksamkeit, besonders bei größeren Scheinen aus fremder Hand.
Zum Umrechnen: Währungsrechner. Weitere Währungen: Währungen von A bis Z.