Kurz gesagt
Im Umlauf ist die Serie von 2022 mit Scheinen von 1.000 bis 100.000 Rupiah; ältere Serien bleiben gültig. Deklarationspflicht besteht ab 100 Millionen Rupiah. Der wichtigste Praxishinweis betrifft Bali: Nur lizenzierte Wechselstuben nutzen – erkennbar am Logo der indonesischen Zentralbank und an einem QR-Code, mit dem sich die Lizenz prüfen lässt. Und: QRIS, das dominierende Bezahlsystem, funktioniert für deutsche Karten nicht.
Aktueller Referenzkurs
1 Euro = 20.424,8100 IDR
1 IDR = 0,0000 Euro
EZB-Referenzkurs, Stand 18. September 2026. Am Schalter gilt der höhere Sortenkurs.
Scheine und Münzen
Die aktuelle Emission von 2022 umfasst 1.000, 2.000, 5.000, 10.000, 20.000, 50.000 und 100.000 Rupiah. Die Emissionen von 2016 und älter bleiben gültig und laufen parallel – man bekommt also durchaus unterschiedlich aussehende Scheine desselben Werts.
Münzen gibt es in der Emission 2016 zu 100, 200, 500 und 1.000 Rupiah.
Wegen der vielen Nullen lohnt sich vor der Reise ein Blick auf die Größenordnung: 100.000 Rupiah, der größte Schein, entsprechen nur wenigen Euro. Wer das nicht im Kopf hat, vergreift sich beim Bezahlen leicht um eine Null – und das ist auf Märkten ein teurer Fehler.
Die Wechselstuben-Masche
Zu Bali gibt es eine ungewöhnlich klare amtliche Warnung. Die britischen Reisehinweise schreiben, nicht lizenzierte Wechselstuben würden Reisende beim Auszahlen betrügen, und nennen das Erkennungsmerkmal: eine Lizenz mit dem Logo der Bank Indonesia und einem QR-Code, den man scannen kann, um Firmenname und Lizenz zu prüfen. Die australischen Reisehinweise warnen ebenfalls ausdrücklich, dass nicht autorisierte Wechselstuben auf Bali Touristen betrügen.
Die Masche läuft typischerweise über das Nachzählen: Der Kurs am Schild ist auffällig gut, beim Zählen des Bündels verschwinden Scheine wieder. Praktischer Schutz: nur lizenzierte Stellen, selbst nachzählen, bevor man den Schalter verlässt, und Bündel nicht aus der Hand geben.
Dazu kommt eine zweite, belegte Automatenmasche: Kriminelle bringen an Geldautomaten gefälschte Telefonnummern an, unter denen man Probleme melden soll – am Telefon werden dann Kartendaten abgefragt. Bei Problemen also immer die Nummer auf der eigenen Karte oder der Bank-Website nutzen, nie die vom Automaten.
QRIS hilft dir nicht
Indonesien bezahlt zunehmend über QRIS, ein einheitliches QR-Code-System. Grenzüberschreitend ist es aber nur mit einer festen Länderliste verknüpft: Thailand, Malaysia, Singapur, Japan und Südkorea. Eine Anbindung an SEPA oder deutsche Banking-Apps gibt es nicht.
Als deutscher Reisender kannst du QRIS-Codes also nicht scannen und bleibst auf Bargeld und Karte angewiesen. Das ist wichtig zu wissen, weil kleinere Anbieter zunehmend QRIS bevorzugen.
Ein- und Ausfuhr
Deklarationspflichtig sind Beträge ab 100 Millionen Rupiah – rund 5.000 bis 5.500 Euro – bei Ein- und Ausreise, und zwar für alle Zahlungsformen, nicht nur für Bargeld.
Ob die Ausfuhr über diesem Betrag zusätzlich eine Genehmigung der Zentralbank erfordert, wie gelegentlich zu lesen ist, ließ sich nicht aus amtlicher Quelle belegen. Belegt ist die Deklarationspflicht.
Auf deutscher Seite gilt die EU-Regel ab 10.000 Euro.
Zum Umrechnen: Währungsrechner. Weitere Währungen: Währungen von A bis Z.