Japanischer Yen (JPY)

Kurz gesagt

Im Umlauf sind 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 Yen; seit Juli 2024 gibt es eine neue Serie, die alten Scheine bleiben unbefristet gültig. Japan ist trotz aller Digitalisierung bargeldaffin geblieben. Für Reisende entscheidend: Nicht jeder Geldautomat nimmt ausländische Karten – die über 28.000 Automaten der Seven Bank in den 7-Eleven-Filialen aber schon. Ab einer Million Yen besteht Meldepflicht.

Aktueller Referenzkurs

1 Euro = 180,9400 JPY
1 JPY = 0,0055 Euro
EZB-Referenzkurs, Stand 18. September 2026. Am Schalter gilt der höhere Sortenkurs.

Scheine und Münzen

Es gibt vier Nennwerte: 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 Yen. Bei den drei gängigen zirkulieren seit dem 3. Juli 2024 zwei Serien nebeneinander – die neue mit Kitasato Shibasaburo, Tsuda Umeko und Shibusawa Eiichi, und die von 2004. Der 2.000-Yen-Schein stammt aus dem Jahr 2000 und wird kaum noch ausgegeben; viele Japaner haben selbst keinen in der Hand.

Münzen gibt es zu 1, 5, 10, 50, 100 und 500 Yen. Die 500er wurde 2021 auf eine Bicolor-Münze umgestellt; ältere 500er bleiben gültig.

Alte Yen behalten ihren Wert

Die Bank of Japan hat seit 1885 insgesamt 56 Notentypen ausgegeben, von denen 25 heute noch gültig sind. Ungültig wurden Noten nur in drei historischen Ausnahmefällen – 1927 nach dem Kanto-Erdbeben, 1946 bei der Einführung des „neuen Yen“ und 1953 bei den Kleinstnominalen unter einem Yen.

Für die Serien von 2004 und davor gibt es kein Verfallsdatum. Wer noch Yen von einer Reise vor zehn Jahren hat, kann sie ausgeben – bei sehr alten Scheinen notfalls über eine Filiale der Zentralbank.

Geldautomaten – der praktisch wichtigste Punkt

Japan hat ein Eigenheit, die Reisende regelmäßig unvorbereitet trifft: Viele japanische Geldautomaten akzeptieren keine im Ausland ausgegebenen Karten. Man steht vor einem funktionierenden Automaten, und er weist die Karte ab – nicht wegen des Kontos, sondern weil er für ausländische Karten schlicht nicht freigeschaltet ist.

Zuverlässig funktionieren die Automaten der Seven Bank, die in den 7-Eleven-Filialen stehen: über 28.000 Stück landesweit, rund um die Uhr, und sie akzeptieren Visa, Mastercard, American Express, Diners, Discover, JCB, PLUS, Maestro, Cirrus und UnionPay. Da 7-Eleven in Japan an fast jeder Ecke steht, ist das die einfachste Lösung.

Als kartenfreundlich gelten außerdem Japan Post Bank, Lawson und AEON; belastbare Automatenzahlen dazu ließen sich nicht belegen.

Wie bar ist Japan wirklich?

Der Ruf als Bargeldland stimmt, aber er verschiebt sich. Das japanische Wirtschaftsministerium beziffert die bargeldlose Quote für 2025 auf 58 Prozent. Wichtig für die Einordnung: Dieser Wert stammt aus einer im März 2026 geänderten Berechnungsmethode; nach der alten Rechnung lag die Quote 2024 bei 42,8 Prozent. Der scheinbare Sprung ist also überwiegend ein Methodenwechsel, kein realer Umbruch. Ziel der Regierung sind 65 Prozent bis 2030.

Der Bargeldumlauf ist mit 120,6 Billionen Yen und 18,3 Milliarden Scheinen (Ende 2025) im internationalen Vergleich sehr hoch. Vor allem die 10.000-Yen-Scheine haben stark zugenommen – ein Hinweis darauf, dass Bargeld in Japan auch als Wertaufbewahrung dient und nicht nur zum Bezahlen.

Für die Reise heißt das: Karte funktioniert in Städten, Ketten und Hotels gut. Kleine Restaurants, Tempel, Märkte, ländliche Gegenden und manche Bahnschalter wollen Bargeld. Ein ordentlicher Yen-Bestand in der Tasche ist in Japan kein Anachronismus.

Ein- und Ausfuhr

Meldepflichtig sind Beträge über eine Million Yen oder Gegenwert, bei Ein- und Ausreise. Erfasst sind Bargeld, Schecks, Reiseschecks, Wechsel und Wertpapiere – zusätzlich Gold über 90 Prozent Reinheit ab einem Kilogramm. Die Meldung läuft über ein Zollformular oder online.

Auf deutscher Seite gilt die EU-Regel ab 10.000 Euro, weil Japan Drittland ist. Zum Umrechnen: Währungsrechner. Weitere Währungen: Währungen von A bis Z.