Schweizer Franken (CHF)

Kurz gesagt

Gültig sind die Noten der 9. Serie: 10, 20, 50, 100, 200 und 1.000 Franken. Die 8. Serie ist seit dem 30. April 2021 kein Zahlungsmittel mehr – im Laden wird sie abgelehnt, die Nationalbank tauscht sie aber unbefristet zum vollen Nennwert um. Bargeld darfst du unbegrenzt ein- und ausführen; ab 10.000 Franken musst du auf Nachfrage des Zolls Herkunft und Zweck erklären. In die Gegenrichtung gilt die EU-Regel: ab 10.000 Euro schriftliche Anmeldung beim deutschen Zoll.

Aktueller Referenzkurs

1 Euro = 0,9438 CHF
1 CHF = 1,0595 Euro
EZB-Referenzkurs, Stand 21. September 2026. Am Schalter gilt der höhere Sortenkurs.

Scheine und Münzen

Die aktuelle 9. Banknotenserie wurde zwischen 2016 und 2019 ausgegeben und umfasst 10, 20, 50, 100, 200 und 1.000 Franken. Die Nationalbank hat im Herbst 2024 angekündigt, eine 10. Serie zu entwickeln; im Umlauf ist sie noch nicht.

Der Tausender ist eine Besonderheit: Er ist die höchstwertige breit zirkulierende Banknote der Welt und in der Schweiz tatsächlich im Alltag anzutreffen – anders als der abgeschaffte 500-Euro-Schein, der im Euroraum nie diese Rolle spielte.

Münzen gibt es zu 5, 10, 20 und 50 Rappen sowie 1, 2 und 5 Franken. Die 1-Rappen-Münze wurde zum 1. Januar 2007 eingezogen, eine 2-Rappen-Münze existiert schon länger nicht mehr.

Eine Regel, die kaum jemand kennt: Nach dem Währungsgesetz muss niemand mehr als 100 Umlaufmünzen pro Zahlung annehmen. Wer den Neuwagen im Sparschwein mitbringt, kann also abgewiesen werden.

Alte Franken in der Schublade – wertlos oder nicht?

Hier werden zwei Dinge regelmäßig verwechselt. Die Noten der 8. Serie sind seit dem 30. April 2021 kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr. Im Supermarkt, im Restaurant, an der Tankstelle wird man sie nicht mehr los.

Wertlos sind sie deshalb nicht. Seit einer Gesetzesänderung von 2020 tauscht die Schweizerische Nationalbank alle Serien ab der 6. zeitlich unbegrenzt zum vollen Nennwert um, auch aus dem Ausland. Wer also noch Scheine vom Skiurlaub vor zehn Jahren hat: Das Geld ist da, es muss nur den Weg zur Nationalbank finden, nicht zur Ladenkasse.

Eine Frist gibt es allerdings, und die läuft bald ab: 1-Rappen-Münzen können nur noch bis zum 31. Dezember 2026 umgetauscht werden, zwanzig Jahre nach ihrer Außerkurssetzung. Danach sind sie endgültig nur noch Metall.

Bargeld im Alltag

Die Nationalbank führt regelmäßig ein Zahlungstagebuch. In der Erhebung 2024 verteilten sich die Zahlungen vor Ort nach Anzahl so: Debitkarte 35 Prozent, Bargeld 30 Prozent, Bezahl-Apps 18 Prozent, Kreditkarte 14 Prozent.

Interessant ist der Verlauf: 2017 lag der Bargeldanteil bei 35 Prozent, 2020 bei 30 – und seither ist er stabil. Der oft beschworene Abwärtstrend ist in der Schweiz zum Stillstand gekommen. 98 Prozent der Befragten sind mit der Bargeldakzeptanz zufrieden, im Gastgewerbe liegt sie weiter über 95 Prozent.

Ein- und Ausfuhr

Die Schweiz kennt keine Betragsgrenze und keine aktive Anmeldepflicht. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit formuliert das ausdrücklich so: Man ist nicht verpflichtet, Bargeld anzumelden. Wer bei einer Kontrolle jedoch 10.000 Franken oder mehr mitführt, muss auf Nachfrage Identität, Herkunft, Verwendungszweck und den wirtschaftlich Berechtigten offenlegen. Falsche Angaben oder eine verweigerte Auskunft sind eine Zollwiderhandlung.

Für die Rückreise gilt etwas anderes, und das wird oft übersehen: Die Schweiz ist für den EU-Zoll ein Drittland. Barmittel ab 10.000 Euro müssen beim deutschen Zoll unaufgefordert und schriftlich angemeldet werden. Mitgerechnet werden auch Reiseschecks, Goldmünzen ab 90 Prozent und Goldbarren ab 99,5 Prozent Feingehalt.

Zahlen mit Euro – geht, lohnt sich aber selten

Viele Schweizer Geschäfte in Grenznähe und in Touristenorten nehmen Euro an. Das Wechselgeld kommt dann in Franken, und der dabei verwendete Kurs ist Sache des Händlers. Erfahrungsgemäß liegt er spürbar unter dem, was du am Automaten bekommst – eine amtliche Erhebung dazu gibt es nicht, aber das Muster ist bekannt genug, um es einzuplanen.

Günstiger ist in aller Regel: mit Karte in Franken zahlen oder vor Ort Franken abheben, und dabei die angebotene Abrechnung in Euro ablehnen. Warum diese Umrechnung fast immer teurer ist, steht unter Quellen und Methodik. Zum Vergleichen: Währungsrechner.