Südkoreanischer Won (KRW)

Kurz gesagt

Im Umlauf sind 1.000, 5.000, 10.000 und 50.000 Won; der größte Schein entspricht rund 30 Euro. Bargeld spielt kaum noch eine Rolle – 15,9 Prozent der Zahlungen. Der wichtigste Praxispunkt: Deutsche Karten funktionieren in Seouls Bussen und U-Bahnen bisher nicht, weil Korea ein geschlossenes Verkehrskartensystem nutzt. Das ändert sich gerade, aber langsam. Ab 10.000 US-Dollar ist Bargeld zu deklarieren.

Aktueller Referenzkurs

1 Euro = 1.590,7600 KRW
1 KRW = 0,0006 Euro
EZB-Referenzkurs, Stand 18. September 2026. Am Schalter gilt der höhere Sortenkurs.

Scheine und Münzen

Es gibt vier Banknoten: 1.000, 5.000, 10.000 und 50.000 Won. Der 50.000er ist erst 2009 eingeführt worden und bis heute der größte Schein – bei aktuellem Kurs rund dreißig Euro. Ältere Versionen der Scheine bleiben gesetzliches Zahlungsmittel, auch wenn sie nicht mehr gedruckt werden.

Münzen gibt es zu 1, 5, 10, 50, 100 und 500 Won. Die 1- und 5-Won-Münzen sind formal gültig, werden praktisch aber nicht mehr ausgegeben und begegnen einem im Alltag nicht.

Der Won ist nicht frei handelbar

Anders als Yen oder Singapur-Dollar ist der Won nicht frei offshore handelbar. Devisenhandel fand traditionell nur im Inland statt. Mit einer Marktreform, die seit Juli 2024 wirkt, dürfen erstmals registrierte ausländische Finanzinstitute direkt am koreanischen Devisenmarkt teilnehmen, und die Handelszeiten wurden verlängert. Eine vollständige Internationalisierung ist das aber nicht.

Für Reisende folgt daraus vor allem eins: Won bekommt man in Deutschland schlecht und wird sie hier schlecht wieder los. Besser vor Ort abheben und Restbestände dort zurücktauschen.

Der Verkehrskarten-Haken

Das ist der Punkt, über den fast jeder Korea-Reisende stolpert. Busse und U-Bahnen in Seoul laufen über T-money, ein geschlossenes Prepaid-System. Eine deutsche Kredit- oder Debitkarte funktioniert an der Sperre schlicht nicht – man braucht eine aufgeladene Verkehrskarte.

Seoul stellt gerade um, aber in Etappen: Seit Ende 2025 stehen an 25 Stationen der Linien 1 bis 8 neue Automaten, an denen sich Verkehrskarten mit ausländischer Kreditkarte kaufen und aufladen lassen; der Ausbau auf 440 Automaten ist geplant. Offene Terminals an Bushaltestellen sind ab 2026 vorgesehen, an den U-Bahn-Sperren ab 2027, der Vollausbau bis 2030.

Praktischer Rat bis dahin: gleich am Flughafen oder im ersten Convenience Store eine T-money-Karte kaufen und bar aufladen. Das kostet ein paar Minuten und erspart eine Menge Ratlosigkeit.

Bargeld im Alltag

Nach der Erhebung der koreanischen Zentralbank für 2024 verteilen sich die Zahlungen nach Anzahl so: Kreditkarte 46,2 Prozent, Debitkarte 16,4, Bargeld 15,9, mobile Karte 12,9. Der Bargeldanteil ist über die Jahre stark gefallen – 2013 waren es noch 41,3 Prozent, 2019 26,4, 2021 21,6. Nach Wert liegt Bargeld bei rund zehn Prozent.

Deutlich häufiger bar zahlen die über Sechzigjährigen. Für Reisende heißt es: Karte funktioniert fast überall, ein kleiner Bargeldbestand ist für Märkte und die T-money-Aufladung trotzdem sinnvoll.

Ein- und Ausfuhr

Die Schwelle liegt beim Gegenwert von 10.000 US-Dollar:

  • Einreise: zu deklarieren ist alles darüber – Fremdwährung, Won und auf Won lautende Schecks.
  • Ausreise: Nichtansässige dürfen ohne erneute Meldung ausführen, was sie bei der Einreise deklariert oder per Bankbeleg nachgewiesen haben.

Die Sanktionen sind deutlich: bis 30.000 Dollar ein Ordnungsgeld, darüber bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder bis zu 100 Millionen Won Geldstrafe. Auf deutscher Seite gilt zusätzlich die EU-Regel ab 10.000 Euro.

Zum Umrechnen: Währungsrechner. Weitere Währungen: Währungen von A bis Z.