Kurz gesagt
Der US-Dollar wird in sieben Scheinen ausgegeben: 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar. Bargeld darfst du unbegrenzt mitnehmen, ab 10.000 US-Dollar musst du es aber bei Ein- und Ausreise auf dem Formular FinCEN 105 melden. In den USA zahlt heute nur noch etwa jede siebte Zahlung bar – und seit dem Ende der Penny-Prägung runden Händler Barbeträge auf fünf Cent, während Kartenzahlungen centgenau bleiben.
Aktueller Referenzkurs
1 Euro = 1,1460 USD
1 USD = 0,8726 Euro
EZB-Referenzkurs, Stand 18. September 2026. Am Schalter gilt der höhere Sortenkurs.
Scheine und Münzen
Im Umlauf sind sieben Banknoten: 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar. Der Zwei-Dollar-Schein ist echt, aber selten – viele Amerikaner haben selbst noch keinen in der Hand gehabt, und an der Kasse sorgt er gelegentlich für Stirnrunzeln.
Größere Scheine gab es einmal: 500, 1.000, 5.000 und 10.000 Dollar. Gedruckt wurden sie zuletzt 1945, die Ausgabe endete am 14. Juli 1969 mangels Nachfrage. Gültiges Zahlungsmittel sind sie bis heute, praktisch liegen sie aber bei Sammlern und Händlern. Oberhalb von 100 Dollar gibt keine US-Behörde mehr Noten aus.
Bei den Münzen sind Penny (1 Cent), Nickel (5), Dime (10), Quarter (25), Half Dollar (50) und der Dollar im Umlauf. Für den Umlauf geprägt werden seit 2025 nur noch Nickel, Dime, Quarter und Half Dollar – die Penny-Produktion endete nach 232 Jahren, weil die Herstellung mehr kostete als der Nennwert.
Die Folge: bar kostet anders als mit Karte
Seit das Nachschieben von Pennys ausbleibt, runden Händler Barbeträge auf die nächsten fünf Cent auf oder ab. Das US-Finanzministerium hat dazu im Dezember 2025 Hinweise veröffentlicht: Der Penny bleibt gesetzliches Zahlungsmittel, die Rundung ist nicht vorgeschrieben, sondern Händlerpraxis, und sie gilt nur für Bargeld. Karten-, Scheck- und Digitalzahlungen werden weiterhin auf den Cent genau abgerechnet.
Für dich heißt das: Derselbe Einkauf kann bar ein, zwei Cent mehr oder weniger kosten als mit Karte. Es geht um Kleinstbeträge, aber es erklärt, warum die Anzeige an der Kasse plötzlich nicht mehr zum Kassenbon passt.
Bargeld im Alltag
Die Federal Reserve erhebt jedes Jahr, womit Amerikanerinnen und Amerikaner bezahlen. Im Tagebuch für 2026 entfielen 14 Prozent aller Zahlungen auf Bargeld – im Schnitt 6 von 47 Zahlungen pro Monat. Damit liegt Bargeld auf Platz drei hinter Kreditkarte (16) und Debitkarte (15). Vier von fünf Befragten hatten in den letzten 30 Tagen trotzdem mindestens einmal bar gezahlt, und neun von zehn wollen Bargeld weiter nutzen können.
Praktisch brauchst du Bargeld in den USA vor allem für Trinkgeld, kleine Läden, Foodtrucks, Parkuhren und Automaten. Alles andere geht mit Karte, oft auch kontaktlos.
Wie viel Bargeld darfst du mitnehmen?
Es gibt keine Obergrenze. Ab mehr als 10.000 US-Dollar oder dem Gegenwert in anderer Währung besteht jedoch Meldepflicht – bei der Einreise und bei der Ausreise, auf dem Formular FinCEN 105. Mitgezählt werden auch Reiseschecks und Inhaberpapiere. Wer nicht meldet, riskiert die Einziehung des gesamten Betrags, Geldstrafen und im Extremfall Haft.
Achtung, doppelte Pflicht: Die USA sind für die EU ein Drittland. Wer mit 10.000 Euro oder mehr aus Deutschland ausreist, muss das zusätzlich beim deutschen Zoll anmelden – unaufgefordert und schriftlich. Eine USA-Reise mit größerer Summe bedeutet also zwei Anmeldungen, nicht eine. Mehr dazu auf der Seite Währungen von A bis Z.
Alte Dollarscheine behalten ihren Wert
Anders als viele Länder haben die USA noch nie Banknoten für ungültig erklärt. Ein Dollarschein von 1935 ist heute noch zahlbar. Wenn du also nach Jahren Dollar in der Schublade findest: Die gelten. Nur in Geschäften kann es Diskussionen geben, weil alte Designs unbekannt sind – bei einer Bank ist das kein Problem.
Wechseln oder abheben?
Der Kurs oben ist der Referenzkurs der EZB. Am Wechselschalter bekommst du den Sortenkurs, der darüber liegt. In aller Regel fährst du günstiger, wenn du vor Ort am Automaten abhebst und dabei die angebotene Abrechnung in Euro ablehnst – diese sogenannte Dynamic Currency Conversion rechnet der Automatenbetreiber selbst um, und zwar zu seinen Konditionen. Wähle immer die Landeswährung. Wie sich Devisen- und Sortenkurs unterscheiden, steht ausführlich unter Quellen und Methodik.
Zum Umrechnen: Währungsrechner öffnen.