Kurz gesagt
Alle Scheine ab 10.000 Dong sind aus Polymer, die kleineren aus Papier; Münzen sind formal gültig, werden im Alltag aber nicht angenommen. Der wichtigste Punkt: Geld außerhalb zugelassener Wechselstellen zu tauschen ist in Vietnam illegal – auch im Goldladen, wo der Kurs besser ist. Deklarationspflicht besteht ab 15 Millionen Dong beziehungsweise 5.000 US-Dollar.
Scheine und Münzen
Vietnam hat als eines der ersten Länder konsequent auf Polymer gesetzt. Im Umlauf sind:
| Polymer | Papier |
|---|---|
| 10.000, 20.000, 50.000, 100.000, 200.000 und 500.000 Dong | 100, 200, 500, 1.000, 2.000 und 5.000 Dong |
Bei den Münzen ist die Lage zweigeteilt und für Reisende irreführend: Die Staatsbank führt fünf Münzen zu 200, 500, 1.000, 2.000 und 5.000 Dong weiterhin als gültig. Ausgegeben werden sie seit April 2011 nicht mehr, und im Alltag nimmt sie praktisch niemand an. Vietnam ist faktisch ein reines Notengeldland – wer Münzen angeboten bekommt, sollte sie höflich ablehnen.
Wechseln nur an zugelassenen Stellen
In Reiseforen wird gern empfohlen, in Vietnam bei Gold- und Juwelierläden zu wechseln, weil der Kurs dort besser ist. Das ist ein schlechter Rat: Die offiziellen britischen Reisehinweise stellen klar, dass man nur an offiziellen Wechselschaltern mit entsprechendem Schild tauschen darf – anderswo zu wechseln ist illegal, und man riskiert, sein Geld zu verlieren.
Der Kursvorteil ist real, aber er ist mit dem Verlust jeden Rechtsschutzes erkauft. Wer dort übervorteilt wird, hat keine Handhabe, weil das Geschäft selbst nicht zulässig war.
Ein- und Ausfuhr
Deklarationspflichtig sind Beträge ab 15 Millionen Dong oder ab 5.000 US-Dollar beziehungsweise Gegenwert in anderen Währungen.
Bei der Ausreise kommt etwas dazu: Wer darüber liegt, muss zusätzlich entweder eine Bestätigung eines zugelassenen Kreditinstituts oder eine schriftliche Genehmigung der Staatsbank vorlegen. Eine bloße Anmeldung genügt dort also nicht.
Der Dong ist nicht frei konvertierbar und wird außerhalb Vietnams praktisch nicht gehandelt. Auch deshalb: Restbestände vor dem Rückflug zurücktauschen, in Deutschland wird man sie kaum los.
Der Rechner hilft hier nicht weiter
Die Europäische Zentralbank veröffentlicht für den Dong keinen täglichen Referenzkurs. In unserem Währungsrechner taucht er deshalb nicht auf. Für die Orientierung vor Ort reicht ohnehin eine grobe Faustregel – und die Kontrolle des Kurses am Schalter, bevor man tauscht.
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