Kurz gesagt
Die Konvertible Mark ist über ein echtes Currency Board fest an den Euro gebunden: 1 Euro = 1,95583 KM. Zum Überschlagen reicht deshalb: KM halbieren ergibt ungefähr Euro. Wer vor Ort in Euro bar zahlt, bekommt in der Praxis fast immer mit 1 zu 2 gerechnet und verliert dabei gut zwei Prozent. Seit Ende 2025 gilt an der Grenze eine Meldeschwelle von 10.000 Euro, auch für die Mark selbst.
Scheine und Münzen
Im Umlauf sind 10, 20, 50, 100 und 200 Mark. Eine Besonderheit: Die Noten zu 10 bis 100 Mark gibt es in zwei Designvarianten – einer für die Föderation Bosnien und Herzegowina, einer für die Republika Srpska. Beide sind im ganzen Land gültig, auch wenn Reisende beim ersten Mal stutzen. Nur der 200er existiert in einer einzigen Fassung.
Münzen gibt es zu 5, 10, 20 und 50 Feninga sowie 1, 2 und 5 Mark, hier mit landesweit einheitlichem Design.
Warum sie „konvertibel“ heißt
Die Mark wurde am 22. Juni 1998 eingeführt und im Verhältnis eins zu eins an die D-Mark gebunden – daher der Name. Als die D-Mark im Euro aufging, wanderte die Bindung mit, zum amtlichen Umrechnungskurs von 1,95583. Seit dem 1. Januar 2002 ist die Mark also zu diesem Kurs an den Euro gekoppelt.
Dahinter steht ein Currency Board: Die Zentralbank muss die umlaufende Landeswährung zu mindestens 100 Prozent mit Devisenreserven decken, tauscht auf Verlangen jederzeit zum Fixkurs in Euro, darf den Staat nicht finanzieren und ist kein Kreditgeber letzter Instanz. Das macht den Kurs so verlässlich wie kaum einen zweiten.
Denselben Kurs hatte übrigens der bulgarische Lew, aus genau demselben Grund – beide hingen über die D-Mark am selben Anker. Bulgarien hat sein Currency Board mit dem Euro-Beitritt 2026 aufgelöst, Bosnien betreibt seines weiter.
Die Zwei-zu-eins-Falle
Anders als in Serbien wird der Euro in Bosnien vielerorts als Barzahlung akzeptiert – in Hotels, Pensionen, bei Taxifahrern, in Restaurants. Praktisch, aber es kostet.
Der amtliche Kurs ist 1,95583. Gerechnet wird im Alltag fast durchweg mit 1 Euro = 2 Mark. Das sind rund 2,3 Prozent Aufschlag, und wenn du Wechselgeld in Mark zurückbekommst, oft noch mehr. Wer in Mark zahlt, zahlt den korrekten Preis. Amtlich dokumentiert ist diese Rundungspraxis nicht, sie ist aber so verbreitet, dass man mit ihr rechnen sollte.
Die gute Nachricht: Die Faustregel funktioniert auch in die andere Richtung. Ein Preisschild mit 40 KM bedeutet gut 20 Euro – genauer gesagt 20,45.
Ein- und Ausfuhr – neue Regeln seit Ende 2025
Bosnien und Herzegowina hat die Bargeldkontrollen zum 30. Dezember 2025 neu geregelt. Die Meldeschwelle liegt bei 10.000 Euro oder Gegenwert, für Ein- und Ausfuhr, auf einem Formular der Zollbehörde. Erfasst sind Bargeld in jeder Währung einschließlich der Mark selbst, Schecks, Inhaberpapiere, anonyme Prepaid-Karten und Anlagegold.
Für deutsche Reisende gilt: Bis 10.000 Euro darf man ausführen; darüber nur das, was bei der Einreise deklariert oder nachweislich von einem Devisenkonto abgehoben wurde. Auf deutscher Seite kommt die EU-Regel dazu, weil Bosnien Drittland ist: ab 10.000 Euro unaufgefordert und schriftlich anmelden.
Karte oder bar?
In Sarajevo, Mostar und Banja Luka sowie in Hotels und größeren Restaurants wird die Karte zunehmend akzeptiert. Außerhalb der Zentren plant man besser mit Bargeld. Konvertible Mark bekommt man in Deutschland kaum, also vor Ort abheben – und dabei die Abrechnung in Euro ablehnen.
Zum Umrechnen: Währungsrechner. Weitere Währungen: Währungen von A bis Z.