Serbischer Dinar (RSD)

Kurz gesagt

Anders als in Bosnien oder Montenegro kannst du in Serbien nicht mit Euro bezahlen – der Dinar ist alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel, und Euro-Barzahlung ist im normalen Geschäftsverkehr nicht zulässig. Gewechselt wird in lizenzierten Wechselstuben, die meist bessere Kurse bieten als Banken. Ab 10.000 Euro besteht Deklarationspflicht – und die Einfuhrbescheinigung solltest du unbedingt aufheben.

Scheine und Münzen

Die Nationalbank führt neun Banknoten als im Umlauf befindlich: 10, 20, 50, 100, 200, 500, 1.000, 2.000 und 5.000 Dinar. Münzen gibt es zu 1, 2, 5, 10 und 20 Dinar.

Der Kurs ist seit Jahren bemerkenswert stabil: Die Nationalbank betreibt formal einen gesteuerten Float, hält den Euro-Kurs faktisch aber sehr eng – er bewegt sich seit langem um die 117 Dinar je Euro. Eine formale Bindung wie bei der Konvertiblen Mark gibt es jedoch nicht.

Euro-Scheine helfen dir hier nicht

Das ist der Punkt, an dem Reisende regelmäßig überrascht werden. In Bosnien, Montenegro und dem Kosovo kommt man mit Euro-Bargeld weit. In Serbien nicht: Das Devisengesetz sieht den Dinar als alleiniges Zahlungsmittel vor, und im Supermarkt oder Restaurant werden Euro-Scheine regulär nicht angenommen.

Gewechselt wird in den lizenzierten menjačnica. Die arbeiten in aller Regel provisionsfrei und zu besseren Kursen als Banken oder gar der Flughafen. Ein Ausweis ist üblich, der Beleg wichtig – siehe unten.

Ein- und Ausfuhr

Serbien gehört nicht zur EU. Es gilt:

  • Einfuhr: unbegrenzt, aber ab 10.000 Euro deklarationspflichtig. Du bekommst darüber eine Bescheinigung.
  • Ausfuhr: bis 10.000 Euro frei. Darüber nur gegen Nachweis – also Einfuhrbescheinigung, Bankauszug oder Wechselstubenbeleg. Ohne Nachweis wird der Überhang vorläufig beschlagnahmt und ein Verfahren eingeleitet.
  • Dinar-Bargeld darf bis zum Gegenwert von 10.000 Euro ein- und ausgeführt werden.

Praktische Konsequenz: Heb die Belege auf. Wer mit größeren Summen einreist und sie nicht deklariert, bekommt bei der Ausreise ein Problem, das sich dann nicht mehr lösen lässt.

Auf deutscher Seite gilt zusätzlich die EU-Regel: ab 10.000 Euro unaufgefordert und schriftlich beim Zoll anmelden, Bußgeld bis zu einer Million Euro.

Eine Warnung zu kursierenden Angaben: Auf manchen Informationsseiten steht eine Schwelle von 2.000 Euro. Das widerspricht sowohl der Verordnung der Nationalbank als auch dem offiziellen Regierungsportal. Maßgeblich sind 10.000 Euro.

Dinar zurücktauschen

Serbische Dinar bekommt man in Deutschland praktisch nicht – und wird sie hier auch kaum wieder los. Restbestände deshalb vor der Ausreise in Serbien zurücktauschen, mit dem Wechselstubenbeleg in der Hand. Am Geldautomaten wie überall die Abrechnung in Euro ablehnen.

Weitere Währungen: Währungen von A bis Z. Zum Umrechnen der Währungen mit EZB-Kurs: Währungsrechner.