Kurz gesagt
Seit dem 1. Oktober 2026 – also seit wenigen Tagen – sind in Australien Kartenzuschläge auf Visa, Mastercard und eftpos verboten. Jahrelang waren diese Surcharges der Standardärger für Reisende, das ist jetzt vorbei. Bargeld wird an der Kasse auf fünf Cent gerundet, Kartenzahlungen nicht. Ab 10.000 Dollar besteht Meldepflicht, eine Obergrenze gibt es nicht.
Aktueller Referenzkurs
1 Euro = 1,6176 AUD
1 AUD = 0,6182 Euro
EZB-Referenzkurs, Stand 2. Oktober 2026. Am Schalter gilt der höhere Sortenkurs.
Scheine und Münzen
Im Umlauf sind 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar, alle aus Polymer – Australien hat diese Technik erfunden und 1988 als erstes Land eingeführt. Die aktuelle Serie wurde zwischen 2016 und 2020 ausgegeben.
Münzen gibt es zu 5, 10, 20 und 50 Cent sowie 1 und 2 Dollar. Die 1- und 2-Cent-Münzen wurden bis 1990 geprägt und 1992 aus dem Umlauf gezogen.
Ungültig wurde nie etwas. Die Reserve Bank formuliert das klar: Alle jemals ausgegebenen australischen Banknoten sind gesetzliches Zahlungsmittel. Wer noch Scheine von einer Reise vor zwanzig Jahren hat, kann sie ausgeben oder bei einer Bank zum Nennwert einlösen.
Eine Regel, die kaum jemand kennt
Das Währungsgesetz begrenzt, wie viele Münzen jemand annehmen muss: 5 bis 50 Cent nur bis zu einem Gesamtwert von 5 Dollar, 1- und 2-Dollar-Münzen bis zum Zehnfachen ihres Nennwerts. Wer das Urlaubskleingeld loswerden will, sollte es also auf mehrere Einkäufe verteilen.
Rundung bei Barzahlung
Weil es keine Ein- und Zwei-Cent-Münzen mehr gibt, wird bar auf fünf Cent gerundet: 1 und 2 Cent ab, 3 und 4 auf, 6 und 7 ab, 8 und 9 auf. Bei Karte und EFTPOS wird nicht gerundet. Wie in den USA und Kanada kann derselbe Einkauf bar und mit Karte also um ein, zwei Cent auseinanderliegen.
Das Ende der Kartenzuschläge
Das ist die wichtigste Neuerung für Reisende, und sie ist brandaktuell. Australien war berüchtigt dafür, dass Restaurants, Taxis und Cafés auf Kartenzahlungen einen Aufschlag erhoben – mal ein Prozent, mal deutlich mehr, oft erst an der Kasse sichtbar.
Die Reserve Bank hat am 31. März 2026 beschlossen, diese Surcharges auf Debit-, Prepaid- und Kreditkarten der Systeme eftpos, Mastercard und Visa abzuschaffen. Wirksam seit dem 1. Oktober 2026.
Zwei Einschränkungen gehören dazu: Das Verbot gilt für die drei genannten Systeme – American Express und Diners sind nicht erfasst, dort kann weiterhin aufgeschlagen werden. Und die Kostenseite für ausländische Karten wird erst zum 1. April 2027 reguliert; das Zuschlagsverbot selbst gilt aber schon jetzt auch für deine deutsche Visa- oder Mastercard.
Bargeld im Alltag
Australien zahlt überwiegend mit Karte, aber der Rückgang des Bargelds hat sich eingependelt. Nach der Erhebung der Reserve Bank für 2025 liegt der Bargeldanteil bei rund 15 Prozent der Zahlungen nach Anzahl und etwa 8 Prozent nach Wert. Etwa sieben Prozent der Erwachsenen zahlen fast alles bar – rund anderthalb Millionen Menschen. Drei Viertel der Betriebe, die Karten akzeptieren, nehmen auch Bargeld.
Ein- und Ausfuhr
Es gibt keine Obergrenze, aber ab 10.000 australischen Dollar – gerechnet wird der kombinierte Wert aus australischer und ausländischer Währung – besteht Meldepflicht, bei Ein- und bei Ausreise. Mitgezählt werden auch Schecks, Reiseschecks und Zahlungsanweisungen.
Ein Detail mit Zähnen: Auch das Aufteilen auf mehrere Personen oder mehrere Reisen, um unter der Schwelle zu bleiben, ist strafbar. Auf deutscher Seite gilt zusätzlich die EU-Regel ab 10.000 Euro.
Zum Umrechnen: Währungsrechner. Weitere Währungen: Währungen von A bis Z.