Kurz gesagt
Im Umlauf sind 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar. Seit 2021 sind die Scheine zu 1, 2, 25, 500 und 1.000 Dollar kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr – die Zentralbank löst sie aber weiterhin zum Nennwert ein. Der Penny wurde 2013 abgeschafft, seitdem wird bar auf fünf Cent gerundet. Ab 10.000 kanadischen Dollar besteht Meldepflicht. Eine Pflicht, Bargeld anzunehmen, gibt es in Kanada nicht.
Aktueller Referenzkurs
1 Euro = 1,6056 CAD
1 CAD = 0,6228 Euro
EZB-Referenzkurs, Stand 18. September 2026. Am Schalter gilt der höhere Sortenkurs.
Scheine und Münzen
Im Umlauf sind 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar, alle aus Polymer. Münzen gibt es zu 5, 10 und 25 Cent sowie 1 Dollar (der „Loonie“ mit dem Eistaucher) und 2 Dollar (der „Toonie“). Die 50-Cent-Münze existiert formal, ist im Alltag aber praktisch nie anzutreffen.
Kein Penny mehr – und was das an der Kasse bedeutet
Die kanadische Münzprägeanstalt stellte die Ausgabe des Ein-Cent-Stücks am 4. Februar 2013 ein. Seitdem werden Barzahlungen auf die nächsten fünf Cent gerundet – nur bei Bargeld, nur auf den Endbetrag einschließlich Steuer. Endet er auf 1 oder 2 Cent, wird abgerundet, auf 3 oder 4 aufgerundet, auf 6 oder 7 auf fünf abgerundet, auf 8 oder 9 auf zehn aufgerundet.
Kartenzahlungen bleiben centgenau. Wie in den USA kann derselbe Einkauf also bar und mit Karte um ein bis zwei Cent auseinanderliegen.
Fünf Scheine, die seit 2021 kein Zahlungsmittel mehr sind
Zum 1. Januar 2021 verloren die Scheine zu 1, 2, 25, 500 und 1.000 kanadischen Dollar aus allen Serien ihren Status als gesetzliches Zahlungsmittel. Im Laden wird man sie also nicht mehr los.
Anders als in Dänemark heißt das aber nicht, dass sie wertlos wären: Die Bank of Canada löst sie weiterhin zum Nennwert ein, über die Hausbank oder durch Einsendung. Bei den 25- und 500-Dollar-Scheinen lohnt vorher ein Blick auf den Sammlermarkt – die bringen dort oft deutlich mehr als den aufgedruckten Betrag.
Niemand muss dein Bargeld annehmen
Kanada ist bei dieser Frage besonders klar. Die Bank of Canada schreibt wörtlich, es gebe kein Gesetz, das jemanden verpflichte, Bargeld als Zahlung anzunehmen; Unternehmen dürften selbst entscheiden, wie sie bezahlt werden wollen. Der Aufdruck auf der Banknote ändert daran nichts.
Das ist das Gegenteil der Lage in Dänemark oder Norwegen und in der Praxis relevant: In Kanada kann ein Laden reiner Kartenbetrieb sein, ohne dass man etwas dagegen tun könnte.
Bargeld im Alltag
Nach der Zahlungsmittel-Erhebung der Zentralbank für 2024 liegt der Bargeldanteil bei rund 20 Prozent der Zahlungen nach Stückzahl und etwa 11 Prozent nach Wert – seit 2020 weitgehend stabil. Kanada ist damit deutlich bargeldaffiner als Skandinavien, aber klar kartenorientiert.
Ein- und Ausfuhr
Meldepflichtig sind Beträge ab 10.000 kanadischen Dollar oder Gegenwert in Fremdwährung, bei Ein- und Ausreise, auf dem Formular E677. Umgerechnet wird zum offiziellen Kurs der Zentralbank. Nicht gemeldetes Bargeld kann beschlagnahmt werden.
Auf deutscher Seite gilt zusätzlich die EU-Regel ab 10.000 Euro. Zum Umrechnen: Währungsrechner. Weitere Währungen: Währungen von A bis Z.