Kurz gesagt
Gültig ist Serie VIII mit 50, 100, 200, 500 und 1.000 Kronen. Norwegen hat das schärfste Bargeldrecht Skandinaviens: Seit Oktober 2024 dürfen Kunden in bemannten Läden bar zahlen, seit Mai 2025 drohen bei Verstößen Bußgelder bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes. Alte Scheine tauscht die Zentralbank unbefristet und gebührenfrei um, auch per Post. Ab 25.000 Kronen musst du Bargeld beim Zoll deklarieren.
Aktueller Referenzkurs
1 Euro = 10,8095 NOK
1 NOK = 0,0925 Euro
EZB-Referenzkurs, Stand 18. September 2026. Am Schalter gilt der höhere Sortenkurs.
Scheine und Münzen
Im Umlauf ist die Serie VIII mit 50, 100, 200, 500 und 1.000 Kronen – mit Leuchtturm, Wikingerschiff, Kabeljau, Rettungsschiff und einer Welle. Münzen gibt es zu 1, 5, 10 und 20 Kronen.
Die 50-Øre-Münze verlor am 1. Mai 2012 ihren Status als Zahlungsmittel. Seitdem werden Barzahlungen auf volle Kronen gerundet.
Die Vorgängerserie VII ist komplett ungültig: die 100er und 200er seit Mai 2018, die 50er und 500er seit Oktober 2019, die 1.000er seit November 2020.
Alte Kronen: Norwegen macht es vorbildlich
Im Gegensatz zu Dänemark und Schweden löst Norges Bank ausgelaufene Scheine und Münzen ohne zeitliche Frist und gebührenfrei zum Nennwert ein. Das geht auf drei Wegen:
- Per Post aus dem Ausland, unbegrenzt, mit Gutschrift auf ein Konto: Norges Bank, K&D, Postboks 1179 Sentrum, 0107 Oslo
- Persönlich in Oslo, unbegrenzt, mit Kontogutschrift
- Am Schalter bis 7.000 Kronen bar, nur Serie-VII-Scheine, keine Münzen – in Oslo, Bergen, Trondheim und Tromsø
Die Ausweispflicht ist gestaffelt: unter 1.000 Kronen reicht eine Ausweiskopie, ab 8.000 Kronen wird eine beglaubigte Kopie verlangt. Die Bearbeitung dauert je nach Betrag drei bis sechzehn Wochen.
Das Recht auf Barzahlung – mit Zähnen
Seit dem 1. Oktober 2024 haben Verbraucher in Verkaufsräumen, in denen andere Zahlungswege angeboten werden, das Recht, mit Bargeld zu zahlen – vorausgesetzt, der Händler hat Wechselgeld. Die Grenze liegt bei 20.000 Kronen. Automaten, unbemannte Verkaufsstellen und Onlinehandel sind ausgenommen.
Der Unterschied zu Schweden liegt in der Durchsetzung: Seit dem 1. Mai 2025 kann die Verbraucherschutzbehörde bei wesentlichen oder wiederholten Verstößen ein Bußgeld verhängen – bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes oder 25 Millionen Kronen. Wer in Norwegen also an der Kasse abgewiesen wird, hat eine Stelle, an die er sich wenden kann.
Bargeld im Alltag
Genutzt wird es trotzdem kaum: 3 Prozent der Zahlungen am Verkaufsort laufen bar (Umfrage Frühjahr 2026). Der Verlauf ist dramatisch – 1993 waren es 84,5 Prozent, 2007 noch 23,6, 2020 noch 5,6. Praktisch braucht man in Norwegen keine Kronen in der Tasche; ein kleiner Bestand schadet in abgelegenen Gegenden nicht.
Auch bei den Scheinen könnte sich etwas tun: Das Finanzministerium hat Norges Bank im Januar 2026 gebeten, die Stückelungen zu überprüfen – ausdrücklich mit Blick auf eine mögliche Abschaffung des 1.000-Kronen-Scheins nach dänischem Vorbild. Entschieden ist das noch nicht.
Ein- und Ausfuhr – niedrigere Schwelle als in der EU
Norwegen gehört nicht zur EU, und die Schwelle liegt deutlich niedriger als gewohnt: Wer Zahlungsmittel im Gegenwert von mehr als 25.000 Kronen ein- oder ausführt – das sind grob 2.000 bis 2.200 Euro – muss das beim Zoll deklarieren, mit Formular RD-0026.
Die Strafe ist unangenehm konstruiert: 20 Prozent des gesamten Betrags ab der ersten Krone. Wer mit 26.000 Kronen erwischt wird, zahlt 5.200 Kronen – nicht 20 Prozent des Überhangs, sondern der ganzen Summe. Bei Verdacht auf Straftaten wird der Gesamtbetrag beschlagnahmt.
Auf deutscher Seite gilt zusätzlich die EU-Regel ab 10.000 Euro, weil Norwegen Drittland ist.
Zum Umrechnen: Währungsrechner. Weitere Währungen: Währungen von A bis Z.