Singapur-Dollar (SGD)

Kurz gesagt

Im Umlauf sind 2, 5, 10, 50 und 100 Dollar. Die 1.000er- und 10.000er-Scheine werden nicht mehr ausgegeben, bleiben aber gültig. Für Reisende das Wichtigste: Deutsche kontaktlose Kreditkarten funktionieren direkt an den MRT-Schranken und im BusMaestro-Karten nicht. Ab 20.000 Singapur-Dollar besteht Deklarationspflicht, und die läuft seit 2024 rein elektronisch.

Aktueller Referenzkurs

1 Euro = 1,4651 SGD
1 SGD = 0,6825 Euro
EZB-Referenzkurs, Stand 18. September 2026. Am Schalter gilt der höhere Sortenkurs.

Scheine und Münzen

Im Umlauf ist die Portrait Series mit 2, 5, 10, 50 und 100 Dollar; der 5er, 10er und 50er existieren auch als Polymervarianten.

Münzen gibt es zu 5, 10, 20 und 50 Cent sowie 1 Dollar. Die Ein-Cent-Münze wird seit April 2002 nicht mehr ausgegeben, bleibt aber gesetzliches Zahlungsmittel.

Die großen Scheine, die es noch gibt

Singapur hatte lange zwei außergewöhnlich große Noten. Der 10.000-Dollar-Schein wird seit Oktober 2014 nicht mehr in Umlauf gebracht, der 1.000-Dollar-Schein seit dem 1. Januar 2021 – beides als Vorsorge gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung.

Beide bleiben gesetzliches Zahlungsmittel. Eingezahlte 1.000er geben die Banken weiter in den Umlauf; den 10.000er bekommt man praktisch nur noch über Banknotenhändler oder Auktionen, dort regelmäßig über dem Nennwert. Ein 10.000-Dollar-Schein entspricht ungefähr 7.000 Euro – eine der wertvollsten regulären Banknoten, die je im Umlauf waren.

Nahverkehr mit deutscher Karte

Hier ist Singapur vorbildlich und unterscheidet sich deutlich von Südkorea: Das System SimplyGo arbeitet mit offenem EMV-Standard. Deutsche kontaktlose Karten funktionieren direkt an den MRT-Schranken und im Bus – akzeptiert werden American Express, Mastercard, NETS und Visa mit Kontaktlos-Symbol, auch wenn sie im Ausland ausgegeben wurden.

Zwei Details, die man kennen sollte:

  • Bei Mastercard und Visa fällt eine Gebühr von 0,60 Singapur-Dollar pro Nutzungstag an („Foreign Bank Card Admin Fee“). Bei American Express nicht.
  • Maestro- und Cirrus-Karten funktionieren nicht. Das betrifft viele deutsche Girocards – wer nur eine solche dabei hat, braucht eine lokale Verkehrskarte.

Bargeld im Alltag

Singapur ist weitgehend bargeldlos. Nach einer Branchenerhebung machte Bargeld 2023 noch rund 15 Prozent des Transaktionswerts am Verkaufsort aus, mit einer Prognose von 7 Prozent für 2027. Offizielle Zahlen der Währungsbehörde ließen sich dafür nicht abrufen, die 15 Prozent stammen aus einer privaten Erhebung.

In Hawker Centres, bei kleinen Ständen und in Taxis ist Bargeld weiterhin nützlich; ansonsten kommt man mit Karte problemlos durch.

Der Singapur-Dollar ist frei konvertierbar

Anders als Yuan oder Won unterliegt der Singapur-Dollar keinen Devisenkontrollen für Reisende. Die frühere Nicht-Internationalisierungspolitik wurde bereits im Dezember 2000 liberalisiert; geblieben ist nur eine aufsichtsrechtliche Regel für Kreditlinien an nicht ansässige Finanzinstitute, die Privatreisende nicht berührt.

Ein- und Ausfuhr

Deklarationspflichtig sind Beträge über 20.000 Singapur-Dollar oder Gegenwert, bei Ein- und Ausreise, für Bargeld und Inhaberpapiere wie Reiseschecks, Inhaberschecks, Wechsel und Zahlungsanweisungen.

Seit dem 13. Mai 2024 läuft die Meldung rein elektronisch – über das Portal, die MyICA-App oder gleich über die SG Arrival Card, innerhalb von 72 Stunden vor An- oder Abreise. Das Papierformular gibt es nicht mehr.

Die Strafen sind erheblich: bis zu 50.000 Singapur-Dollar Geldstrafe und bis zu drei Jahre Haft, zusätzlich zur Einziehung. Auf deutscher Seite gilt die EU-Regel ab 10.000 Euro.

Kuriosum am Rande

Brunei-Dollar sind in Singapur über ein Abkommen zum Nennwert bei Banken tauschbar und werden als üblicher Zahlungsweg akzeptiert. Händler dürfen sie aber ablehnen – gesetzliches Zahlungsmittel sind sie nicht.

Zum Umrechnen: Währungsrechner. Weitere Währungen: Währungen von A bis Z.